durch Verwaltung
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Wir arbeiten hart daran, das Haus rechtzeitig fertigzustellen. Auch Alessandro und Ziggo, die Mitarbeiter unserer Baufirma, arbeiten super hart daran, das zu schaffen. Am Nachmittag vor dem Umzug werden unsere Außentüren wieder eingebaut (schön, ein geschlossenes Haus zu haben, auch wenn unsere Sachen ankommen, um auch Vögel und Katzen draußen zu halten). Nur der Elektriker lässt auf sich warten. Es geht nur um einen Tag Arbeit, aber trotz verschiedener Versprechungen lässt er auf sich warten.Glücklichero: können wir den Geschichten über ‘italienische Zustände’ doch noch gerecht werden). Am Tag des Umzugs hängen überall noch Wolken von Spaghettifäden an den Wänden. Es ist, wie es ist, aber ärgerlich, dass wir den Geschirrschrank noch nicht an seinen Platz stellen und die Kisten nicht auspacken können. Aber zwei Tage vor dem Umzug stellt sich auch heraus, dass es völlig normal ist, die Küche auszubauen, wenn die Fliesen darunter erneuert werden müssen, aber nicht, dieselbe Küche wieder einzubauen. Jedenfalls schaut uns der Bauunternehmer ziemlich besorgt an, als wir vorschlagen, ob es nicht an der Zeit ist, die Küche wieder einzubauen. Tja, und dann muss er uns ausnahmsweise mal enttäuschen, weil er das nicht bedacht hat. Er rät uns, den Schreiner zu fragen. Der tut sofort sein Bestes, um in seinem Terminkalender einen Termin für uns zu finden. Und der ist leider erst in der nächsten Woche.... Und auch der Klempner, der unsere neuen Leitungen vor dem Umzug installieren sollte, muss uns mitteilen, dass es eine Woche später sein wird. Es muss wohl die Übermüdung nach all den Monaten sein, aber die Enttäuschung ist groß, weil wir dann feststellen, dass der Moment, auf den wir uns all die Monate gefreut haben, doch nicht DER Moment sein wird, an dem wir in unser neues Eigenheim einziehen können.

Am Mittwoch, den 3. Juni um die Mittagszeit, ist er endlich da: unser Umzugswagen aus NL! Mit 2 Monaten Verspätung wegen des C-Virus, aber dafür besonders begehrt. Und das Umzugsunternehmen ist wirklich toll! Sie haben uns erlaubt, Sachen zu liefern, die von Freunden und Familie abgeholt wurden, und sie haben auch unseren neuen Geschirrschrank für uns abgeholt. Wir werden uns also besonders gut um sie kümmern, jetzt wo sie unsere Gäste sind. Sander macht das Poolwasser sauber, ich poliere die Gartenmöbel und bereite das Bad in der Cascina vor. Zum Glück haben sie ihr eigenes Bett in der LKW-Kabine, denn wir haben noch kein Bett in unserem Haus oder in der Cascina. Am Morgen des Umzugs fahre ich in die Trattoria in Cairo Montenotte, um jede Menge italienische Snacks zu besorgen. Bei der ganzen Schlepperei später werden sie hungrig sein. Verrückt, dass wir zum ersten Mal seit drei Monaten wieder Niederländer sehen. Innerhalb von fünfzehn Minuten nach ihrer Ankunft folgen zu unserer Überraschung zwei weitere. Sie entpuppen sich als ‘Fast’-Nachbarn unserer Umzugshelfer aus Putten (sie wohnen eine Viertelstunde von ihnen entfernt) und haben von ihrer Ankunft in Pian del Nasso erfahren und sind zu ‘Besuch’ gekommen, weil sie ausgerechnet heute die Übergabe ihres zukünftigen Hauses in IT haben. Was für ein idiotischer Zufall. Und dann beginnt das Ausladen... Gegen 17.00 Uhr ist es geschafft und unsere Sachen sind im Haus, im Heustall und in der Cascina verstreut. Zeit für ein Bad im Pool für Patrick und seinen Kollegen und wir beginnen mit den Vorbereitungen für das Essen. Es wird ein Essen auf der Terrasse in unserem alten, vertrauten Mulino sein. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück winken wir sie ab!

In den darauffolgenden Tagen arbeiten wir hart daran, das Haus weiter fertigzustellen. In dieser Woche kommt der Elektriker, der seine Arbeit tatsächlich innerhalb eines Tages abschließen kann, und es folgt der Klempner, der unsere Sanitäranlagen installiert. In der Zwischenzeit streicht Sander das Wohnzimmer, die Küche und den Flur (alle Wände hier müssen mindestens dreimal gestrichen werden!). Ich beginne mit dem Auspacken und Einrichten des Obergeschosses: Büro, Ankleidezimmer, Schlafzimmer und Bad. Ich muss gestehen, dass ich beim Auspacken meiner Kleider, wie z.B. meiner Pumps und Kleider, in Gelächter ausbreche und denke, was um alles in der Welt mache ich damit hier und aus welcher anderen Welt kommt das. Hier bin ich wirklich Mina auf dem Traktor, ich sehe aus wie ein Bauarbeiter und esse wie ein Schiffsarbeiter (und habe auch abgenommen: zumindest laut Dastis Waage, ich habe meine noch nicht ausfindig machen können). Sander hat übrigens auch um die Hälfte abgenommen. Gesunde Herzarbeit und viel Leben im Freien. Viel Ruhe gönnen wir uns in diesen Wochen zwar nicht, aber wie angekündigt, gehen wir tatsächlich zum Mittagessen in die Panterei und am Dienstag mit unseren Damen ins Olmo Gentile. Wie köstlich und so schön, sie zu sehen!

Und dann beschließen wir am Donnerstag, obwohl das Haus noch nicht fertig ist und die Küche noch nicht installiert ist, in unser neues Haus zu ziehen. Wir können vor Erschöpfung und Chaos nicht mehr richtig nachdenken, aber ich stelle mir vor, was eine sehr liebe Freundin von uns sagen würde (wenn sie hier hätte sein können), nämlich: und jetzt setzt ihr euch einfach dorthin und macht es euch gemütlich, was macht es schon aus, dass es nicht ganz fertig ist, schön und gut (scheiß drauf), rein damit, Kerzen an und macht es euch einfach gemütlich! Und das haben wir getan, nicht mehr nachdenken und seit zwei Nächten schlafen wir in unserem neuen Haus und in unserem eigenen Bett, was für eine Herrlichkeit!


